Vor, auf und hinter der Bühne
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Mundl Angerer Eigentlich ist er ja fast schon ein Berufsschauspieler –
jedenfalls dann, wenn man einmal versuchen wollte, alle Rollen
zusammenzuzählen, die er schon gespielt hat. Seit über 60 Jahren ist er die Trumpfkarte
beim Laienspiel in Jandelsbrunn und entsprechend dieser langen Zeit hat er vom
jugendlichen Liebhaber bis zum "verkauften Großvater" schon alles verkörpert. Dabei geht er auch manchmal noch "fremd" – er spielt beim
Mund-Art-Theater in Ringelai und unter der Regie von Jo Baier stand er auch
schon mehrmals vor der Fernsehkamera. Trotz des 80. Geburtstags in diesem Jahr - wir können uns
Theater ohne Mundl nicht vorstellen und deswegen steht er bei unserer
Aufzählung auf Platz 1.
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Helga Lorenz Ihr Debüt gab sie vor 50 Jahren bei der Landjugend in
Heindlschlag, bald kam sie aber zu unserer Bühne, wo sie seit etwa 40 Jahren
als Magd, Köchin oder Wirtschafte- rin vornehmlich die derb-komischen Rollen mit
Leben erfüllt. Selbst wenn dies nur kleine Nebenrollen sind, die Helga drückt
ihnen einen unverwechselbaren Stempel auf. Besonders verdient gemacht hat sie sich um die Renovierung
der "Alten Schule" zum Theatersaal. Dabei hat sie in uner- müdlicher Arbeit ihr
handwerkliches Talent eingesetzt.
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Olga Kremsreiter Ebenfalls seit etwa 40 Jahren steht Olga Kremsreiter auf
der Bühne und natürlich hat auch sie den naturgegeben Wechsel von der jungen
Liebhaberin über die Mutter bis zur gereiften Rolle mitmachen müssen. Ob "Preißin", feine Dame oder Bäuerin- jede ihrer Rollen erfüllt sie mit einer unnach-
ahmlichen Präsenz. Dabei wäre sie aber auch die perfekte Wirtin - nicht
nur auf der Bühne, wo sie diese Rolle auch schon öfters gespielt hat. Unter ihrer Regie steht nämlich unser Pausenverkauf und, was für die Spieler
besonders wichtig ist, sie organisiert auch das Buffet nach den Aufführungen.
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Lisbeth Weiß Silberjubiläum auf der Bühne könnte auch die Lisbeth schon
feiern (allerdings feiern wir dergleichen nicht). Wie alle, so fing auch sie an
mit der stets etwas undank- baren jungen Liebhaberin, sie wechselte aber schnell
ins komische Fach, wo sie - ganz egal in welcher Rolle - die Zuschauer immer wieder zu Lachsalven animiert. Es soll nicht heißen, dass unsere Spieler nicht singen können, aber sie
ist unser "Gold- kehlchen“. Wenn es nötig ist, so bestreitet sie so manche
Inszenierung gleichzeitig als Spielerin und als Sängerin – zuletzt beim Paul-Friedl-Abend.
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Tanja Eisner Wäre der Ausdruck nicht gar so unfein, man könnte die Tanja als unsere
"Allzweckwaffe" bezeichnen. Keine Rolle, die sie nicht mit ihrer unverkennbaren
Art gestaltet- von der tragischen Magdalena in Thomas gleichna- miger Tragödie
bis zur derben Magd. Dabei scheut sie vor keiner,
noch so "greißlichen" Kostümierung zurück. Und neben dieser Begabung auf der
Bühne ist sie mit ihrer unkomplizierten, kameradschaftlichen und vor allem
humorvollen Art auch eine echte "back-stage" Bereicherung. Nur eines wer- den die
älteren Spieler nie begreifen - warum hat sie ständig das Handy griffbe- reit? Wir
(die männlichen Spieler vor allem) bemühen uns doch wirklich um deine Gunst!
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Gabi Wilhelm Nicht immer - aber ziemlich oft - verstärkt sie unser Team
als junge Mutti (angesichts von 3 eigenen Wonneproppen fällt ihr das nicht
schwer), als feine Dame oder als musikalisches Talent. Letzteres brauchen wir
besonders bei den Dichterabenden und beim Kabarett, wo sie, zusammen mit ihrem
Mann notfalls sogar komponiert. Ihre vielfältigen Aufgaben lassen einen Dauer-
einsatz nicht zu, aber wenn wir sie brau- chen, steht sie parat. (Siehe dazu: Männ-
liche Darsteller)
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Anja Spannbauer Zum ersten Mal auf der Bühne, jung, hübsch, nett und was eine
Zwanzigjährige halt noch so alles ist. Das muss doch eine Liebesgeschichte
werden – möchte man meinen. Aber Pech gehabt: Unser Liebhaber muss heuer
pausieren und so kann unser Neumitglied von der Liebe träumen- auf der Bühne
jedenfalls tut sich nichts. Trotzdem für alle eventuellen Fans: Nur auf der
Bühne tut sich nichts, in Wirklichkeit ….?
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Eva Weiß Jung, hübsch, nett, Zwanzigjährige - alle diese Attribute treffen auch
auf die Eva zu. Nur- sie kennt die Bretter, die die Welt bedeuten, schon von
früher Kindheit und hat schon mehrmals mitgespielt. Kein Wunder, wenn man den
Namen betrachtet! Trotzdem gilt auch für sie: Bei diesem Stück kann man von der
Liebe nur träumen (und sich im wirklichen Leben schadlos halten) – der
Liebhaber muss heuer pausieren.
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Lisa Spindler Dass sich das nahende Abitur und Theater nicht gegenseitig
ausschließen, das beweist Lisa Spindler nun in ihrer 3. Rolle. Und was muss
unsere Jüngste natürlich spielen: die verliebte Tochter mit all den Komplikati-
onen, die die Liebe so mit sich bringen kann. Und sie kann das so
gut, dass man fragen darf: Kennst du dich da aus? Schade ist nur, dass nach dem
Abitur die weite Studienwelt ruft und dann die Jandelsbrun- ner Bühne zu klein
werden wird. Trotzdem wünschen wir dir alles Gute zu den Prüfungen - vielleicht
nützt dir dein Schauspieltalent (bei den mündlichen – schaden kann’s nie).
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Hans Grimbs Bauer, Knecht, Liebhaber oder Herr aus der Stadt (wenn’s
sein muss sogar Herr Dok- tor) – es gibt fast keine Rolle mehr, die unser Hans
nicht schon in den letzten 25 Jahren verkörpert hat und das im wahrsten Sinne
des Wortes. So wie er sie spielt, so spielt sie sonst keiner, er ist einfach
un- verwechselbar. Selbst die kleinste Neben- rolle wird zum Theatererlebnis. Und
unser Theater wird immer wieder für das ganze Ensemble zum Erlebnis, wenn der
Hans nach einer Vorführung bei der Nachfeier im Foyer seine Quetsche hervorholt
und seine Lieder zum Besten gibt. Nur schade, dass er in diesem Jahr nicht auf
den Brettern stehen kann, die auch für ihn ein Stück Welt bedeuten.
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Andy Hackl Silbernes Bühnenjubiläum könnte er heuer feiern – aber
Jubiläen feiern wir ja nicht. Unser Andy ist sozusagen die Seele des Vereins-
wenn das zu pathetisch klingt: Er ist der Vorsitzende unseres Kultur- und
Theatervereins. Man könnte meinen, dass er damals vor 25 Jahren als
jugendlicher Liebhaber angefangen hat, das auch, aber in erster Linie ist er
bei uns für das komische Fach zuständig. Neben der Arbeit auf der Bühne und der
Arbeit für den Verein ist er aber auch noch als Autor tätig. So haben er und
der Spielleiter schon einige Märchenstücke speziell für unsere Bühne geschrieben,
ebenso auch die Spielszenen bei unseren Dichterabenden und zwei Mal die Texte
für unsere Kabaretts.
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Walter
Kremsreiter Mit seinen 1,90 Meter Körpergröße und einem stattlichen Gesamtgewicht
ist der Walter das "g’standene Mannsbild" vor allem in unseren
Frühjahrskomödien. Und weil halt Frauen gerne solche Mannsbilder mögen, muss er
noch immer den Liebhaber geben, obwohl er die 30 auch schon überschritten hat.
Als stellvertretender Vorstand und als versierter Schreiner (Hobbyschreiner)
beschränkt er seinen Beitrag für die Theatergruppe aber nicht nur auf die
Vorstellungen.
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Max
Duschl Sollte einmal in der Zeitung ein Inserat erscheinen, dass
der Max ein Gasthaus eröffnet, geht hin! Der Max hat sich sozusagen auf dem 2.
Bildungsweg auf der Bühne zum Gastwirt ausgebildet. Es ist wie verflixt: Wenn
ein Wirt auf der Besetzungs- liste steht, dann fällt unserem Spielleiter sofort
der Max ein. Dabei füllt er auch andere Rollen genauso überzeugend aus! Mit
seinem hintergründigen Humor und einer Neigung zum Cholerischen (beim Theater -
nicht im Leben!) ist er aber halt doch der Urtyp des bayerischen Wirts.
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Gerhard
Wilhelm Das gilt auch für den Gerhard - artver- wandter Job mit hohem
Stressfaktor, vor allem in den Abendstunden, aber immer da, wenn’s sein muss.
Die zwei Wilhelms (s. weibl. Spieler: Gabi) stehen zur Verfügung und das
bedeutet nicht nur, dass sie kommen, ganz unkompliziert übernehmen sie auch,
wofür man sie braucht. Und wenn sie mal nicht gebraucht werden, dann wissen sie
offensichtlich mit der gewonnen Freizeit auch was Sinnvolles anzufangen (s. 3
Wonneproppen)
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Markus
Kinninger Unser Jüngster ist in diesem Frühjahr (2009) zum zweiten
Male auf der Bühne. Es ist schon ärgerlich: Genau in dem Alter, in dem ab und zu die Gschamigkeit noch durchdringt, soll man vor allen Leuten mit einer busseln,
die gar nicht die richtige Freundin ist. Aber: Mit der Zeit geht alles und für
die nächsten Jahre haben wir mit ihm einen Liebhaber - eine wichtige Position
auf der Besetzungsliste!
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Georg
Spannbauer Sozusagen „Mobile Reserve“, andererseits seit etwa 30 Jahren mit dabei.
Leider hat der Schosi einen Job, der ihm nicht allzu viel Freizeit lässt - aber
wir wollen unser Geld bei der Raiffeisenbank halt in guten Händen wissen.
Trotzdem: Wenn’s brennt ist er da und dann spielt er alles - am liebsten wenn’s
komisch ist.
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Sonja
Wagner-Fenzl Ein altgedientes Mitglied unserer Gruppe ist heimgekehrt.
Sonja Wagner spielte bereits bei den ersten Inszenierungen in der Alten Schule
mit und war nur wegen Studium und ersten Berufserfahrungen in der weiten Welt
für uns nicht verfügbar. Jetzt -ortsgebun- den mit Ehemann und Kind - freuen wir
uns über ihr erneutes Engagement.
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Fredy
Hackl Technik und Bühnenbau Der Mann am Mischpult ist ein
multi-Tas- ker. Er hat die Scheinwerfer im Griff, die Vorhangkurbel in der Hand,
den Sound- track im Ohr und muss als Inspizient auch noch im Auge haben,
dass jeder Spieler das richtige Utensil am richtigen Ort vorfindet. Das
verlangt hohe Konzentra- tionsfähigkeit - und die hat er!
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Marianne
Hackl - Souffleuse Genauso konzentriert muss auch seine Frau im
Soufflierkasten das Bühnengeschehen verfolgen. Gott sei Dank brauchen die
Spieler sie nur selten, der psychologische Beruhigungseffekt ist aber nicht zu
unter- schätzen. Damit sie die Schwächen ihrer "Schützlinge" aus dem "ff" kennt,
ist sie von der 1. Probe an mit dabei und ihr Manu- skript schaut am Schluss wie
ein buntes Bilderbuch aus- so viele Anmerkungen hat sie sich notiert.
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Maria
Sommer - Kostüme "Was würden wir ohne unsere Marie machen?" – das
ist eine rhetorische Frage, die bei fast jeder Inszenierung einmal gestellt
wird. Egal, ob große Robe (vor allem bei den Märchenspielen) oder Bauerng’wand,
in kürzester Zeit schneidert sie jedem das passende Kostüm auf den Leib. So
haben wir dank ihrer Hilfe in den letzten Jahren einen beträchtlichen Fundus
sammeln können, trotzdem braucht man immer wieder mal was Neues.
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Josef
Schinagl – Bühnenmalerei Wie sagen die Baden-Württemberger: Wir können
alles, außer Hochdeutsch. Bei uns müsste es (bei aller Einschränkung im 1.
Satzteil) heißen: außer malen. Aber dafür haben wir den Josef gewinnen können,
von Beruf(ung) ein echter Künstler. Er zaubert Kulissen, die das Ambiente auf
der Bühne perfekt machen und wesentlich zum Gelingen der Aufführungen
beitragen. Und außerdem gestaltet er für uns diese Homepage - er ist halt ein
Vielfachtalent.
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Maria
Wiesmeier Schminke, Mädchen für alles Glatze gefällig, eine
"attraktive" Verwun- dung angebracht, Falten beseitigen oder sonstige kosmetische
Wünsche: Mit ruhiger Hand werden sie von der Maskenbildnerin erledigt und so
ganz nebenbei wird auch gleich so manches Lampenfieber auf ein erträgliches Maß
reduziert. Dazu erledigt sie noch den ganzen Vorverkauf und, was nicht zu
unterschätzen ist, steht dem Spielleiter Tag und Nacht zur Verfügung.
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Karl
Wiesmeier – Spielleiter Seit 1974 leitet der "Charly" (man beachte den
urbayerischen Namen) die Theater- gruppe in Jandelsbrunn und erlebte mit ihr alle
Höhen und Gott sei Dank bisher keine echten Tiefen. Immer wieder gelingt es ihm, aus unserem "wilden Haufen"
ein geordne- tes und (na ja) diszipliniertes Ensemble zu bilden. Als er 1973 aus
beruflichen Gründen nach Jandelsbrunn kam, wollte er maximal ein Jahr bleiben,
dass es nun doch einige mehr geworden sind, daran ist das Theater nicht unschuldig.
Ein echter, neuer Auftrieb war natürlich der Einzug in die "Alte Schule" und
die damit verbundene Tatsache, dass die Gruppe nun neben den traditionellen
Komödien auch anspruchsvolles und außergewöhnliches Theater zusätzlich im
Herbst anbieten kann.
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Für das leibliche Wohl sorgen die guten Geister...
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Hans Weiß
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Marianne Pieringer Andrea Kremsreiter
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Helene Duschl
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Und wenn man ein ganzes Theater durchhalten will, dann
braucht man natürlich zwischendrin mal eine Stärkung. Für diesen Fall steht
unser Spezial-Catering–Team, bestehend aus Hans Weiß, Andrea und Walter
Kremsreiter, Marianne Pieringer, Josef Schinagl und Helene Duschl unter der Regie von
Olga Kremsreiter zur Verfügung.
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In memoriam - Werner Waldbach
"Wenn durch einen
Menschen ein wenig mehr Liebe und Freude in die Welt gekommen ist, so hat sich
das Leben gelohnt". So steht es auf unserer Totentafel, auf der wir unserer verstorbenen Mitglieder gedenken. Auf
Werner trifft dieser Spruch in doppelter Weise zu: Er hat mit ungeheuerer
Akribie an seinen Rollen gearbeitet, um dem Publikum das Optimum zu bieten und
für ihn war das Theater stets der Ort, wo er in ganz besonderem Maße Freude
gefunden hat.
10 Jahre gehörte er nun unserem Ensemble an und er musste dabei
den längsten Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Aber dass er nur von Wegscheid kam und
nicht aus Deutschlands hohem Norden, das glaubte keiner. Er war die absolute
Inkarnation des "Preißn", wie man ihn sich hierzulande halt vorstellt. Für
unsere Ohren sprach er dieses Idiom akzentfrei, was bekanntlich bei uns eine
Rarität darstellt. Und daher boten sich Rollen wie Lehrer, Pfarrer und Polizist
von selbst an. Da er aber auch des Bayerischen durchaus mächtig war, konnte er
auch als Bauernknecht seine Identität wechseln.
Dabei war seine Gesundheit seit einiger Zeit angegriffen und oft
musste man sich wundern, wo er die Kraft hernahm, jedes Mal pünktlich zu den
Proben und Aufführungen zu erscheinen. Aber die Kraft kam aus der Freude am
Spiel und aus seiner Verbundenheit mit der Gruppe, die er als seine zweite
Heimat empfand.
Am 7. Februar 2009 fiel für Werner Waldbach der letzte Vorhang – in
unserer Erinnerung wird er aber stets der begeisterte Theaterspieler bleiben,
dem auch unsere Gruppe viele Erfolge zu verdanken hat.
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